Bruxismus – Zähne unter Druck

Bruxismus ist das unbewusste Zähneknirschen bei Nacht oder auch tagsüber. Teilweise findet nur ein Zusammenpressen der Zähne statt. Die Ursachen sind noch nicht eindeutig erforscht und reichen unter anderem von Stress bis zu genetischer Veranlagung. Einigkeit herrscht darüber, dass ein unbehandelter Bruxismus unter anderem negative Auswirkungen auf die Zähne hat. Dies gilt auch für Implantate und Zähne mit Kronen. Mit einer fundierten Beratung und einer passenden Behandlung durch Ihren Zahnarzt kann dem Bruxismus entgegengewirkt werden.

Diagnose Zähneknirschen – das bedeutet sie

Das Zähneknirschen wird häufig als Erstes von einer Person bemerkt, mit der Sie gemeinsam in einem Raum schlafen. Knirschen Sie bereits seit längerer Zeit mit den Zähnen, kann auch Ihr Zahnarzt die Knirschspuren als einen Hinweis auf den Bruxismus an Ihren Zähnen erkennen. Selbst erhalten Sie den Hinweis auf einen Bruxismus durch eine verspannte und verkrampfte Muskulatur im Kiefer- und Nackenbereich. Teilweise sind die Folgen auch ein Tinnitus oder ein Schmerzsyndrom.

Egal, wie das Vorliegen eines Bruxismus erkannt wird, wichtig ist, ab diesem Zeitpunkt zu handeln. Denn beim Zähneknirschen wird der Zahnschmelz Schritt für Schritt abgerieben. Unbehandelt führt dies dazu, dass das Zahnbein irgendwann frei liegt und die Zähne kürzer werden. Haben Sie ein Implantat oder eine Keramikkrone, verläuft der Abrieb an den gegenüberliegenden Zähnen schneller. Der Grund hierfür ist ganz einfach, ein Implantat oder eine Keramikkrone sind deutlich stabiler als der natürliche Zahnschmelz.

Beim Zähneknirschen wird ein enormer Druck auf die Zähne ausgeübt. So werden der Zahnschmelz und die Zähne dauerhaft überlastet. Obwohl der Zahnschmelz der härteste Baustoff im Körper ist, führt ein unbehandelter Bruxismus zu kaum sichtbaren und feinen Haarrissen. Schreitet der Bruxismus weiter fort, können diese Haarrisse unter anderem dazu führen, dass ein Zahn bricht oder ein Teil absplittert. Das kann auch auf die Keramikbeschichtung einer Krone oder eines Implantates zutreffen.

Bruxismus und Implantate – darauf ist zu achten

Bei einem unbehandelten Bruxismus kann es zu einer Lockerung von Zähnen, aber auch Implantaten kommen. Hierbei sind Implantate in einem höheren Maß für eine Lockerung gefährdet. Ein natürlicher Zahn ist über einen Halteapparat aus elastischen Fasern mit dem Kieferknochen verbunden. Diese elastischen Fasern übernehmen die Funktion von Stoßdämpfern. Sie können allerdings nur bis zu einem gewissen Maß Druck auffangen. Wird der Druck zu groß oder ist wie beim Zähneknirschen kontinuierlich vorhanden, führt das zu einer Zerstörung der Fasern und des Knochens. Die Folge ist eine Lockerung des Zahns. Diesen natürlichen Stoßdämpfer hat ein Implantat nicht, denn es ist direkt mit dem Knochen verbunden. Daher ist es den immensen Kräften, die beim Zähneknirschen entstehen, direkt ausgesetzt.

Druck rausnehmen – Behandlung bei Bruxismus

Da die Ursachen und die Entstehung von Bruxismus vielschichtig und nicht eindeutig geklärt sind, gibt es verschiedene Ansätze in der Therapie. An erster Stelle steht in der Regel der Schutz der Zähne sowie eine Verminderung des Zähneknirschens. Erreicht werden soll so, dass die Schmerzen reduziert und Schäden an den Zähnen vermindert werden. Eine Knirscherschiene, auch Aufbissschiene genannt, kommt zum Einsatz, um den Abrieb an den Zähnen zu verhindern. Außerdem soll mit ihr das Kiefergelenk entlastet werden, um die Verspannungen zu minimieren. Besteht der Verdacht auf ein stressinduziertes Zähneknirschen, kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten für die innere Ausgeglichenheit und einem Physiotherapeuten für die Lockerung der Muskulatur angebracht sein.

Egal was Ihre Zähne unter Druck bringt, wichtig ist es, diesen Druck von Ihren Zähnen zu nehmen, damit Sie mit einem Lächeln und entspannt jeden Tag genießen können.