CMD – Erkrankungen in Hals, Nacken und Kopf

CMD ist die die Abkürzung für den medizinischen Begriff „Craniomandibuläre Dysfunktion“. Darunter fasst man zahlreiche Erkrankungen zusammen. Es geht um Funktionsstörungen im Unterkieferbereich. Diese können Symptome in den Bereichen Hals, Nacken und Kopf mit sich bringen. In erster Linie geht es um das Kausystem im Unterkieferbereich. Erkrankungen, die dort ihren Ursprung haben, können in den genannten Bereichen Symptome verursachen.  Diese bringt man nicht sofort mit dem Kausystem des Unterkiefers in Verbindung. Der Ursache kommt man manchmal schwer auf die Spur. Für die Behandlung der Beschwerden braucht man eine genaue Diagnose. Die Verfahren zur Diagnostik sind vielfältig. Es werden die Kaumuskulatur, die Kieferbewegungen und eventuelle Zahnfehlstellungen untersucht. Eine instrumentelle Untersuchung reicht meistens nicht aus. Für eine genaue Funktionsdiagnostik werden auch u.a. Röntgenaufnahmen gebraucht.

Bei Fällen von CMD kommen auch andere Fachärzte zum Einsatz

Klagt ein Patient über diffuse Zahnschmerzen im Unterkiefer, kann es sein, dass alle infrage kommenden Zähne gesund sind. Das trifft vor allem zu, wenn sich die Schmerzen nur auf eine Seite des Gesichts konzentrieren. Wenn sich die Beschwerden nach und nach im gesamten Kopfbereich dieser Hälfte ausbreiten, kann eine Entzündung des Gesichtsnervs (Trigeminusneuralgie) die Ursache sein. Um diese Diagnose zu bestätigen, ist ein Test beim Neurologen erforderlich. Auch Orthopäden kommen bei der Diagnostik von CMD-Beschwerden zum Einsatz, wenn der Verdacht besteht, das Probleme mit der Halswirbelsäule der Grund für die Schmerzen sein könnten. Sogar psychische Erkrankungen kommen als Ursprung in Frage. Nicht nur für die Diagnostik, sondern auch für die Therapie werden demnach diverse Fachärzte einbezogen.

Symptome und Therapie bei CMD sind vielfältig

Der Begriff „craniomandibuläre Dysfunktion“ vereint eine Vielzahl von Bereichen, in denen Fehlfunktionen auftreten können. CMD setzt sich zusammen aus Cranium (Schädel) und Mandibula (Unterkiefer). Dysfunktion bedeutet Fehlfunktion; in diesem Fall zwischen Unter- und Oberkiefer. Es geht also um Funktonsstörungen bei den Kiefergelenken und der Kiefermuskulatur. Selbstverständlich können auch die Zähne betroffen sein. Die vielfältigen Symptome, die daraus resultieren können, erfordern eine genaue Diagnostik. Dabei unterscheidet man zwischen einer aufsteigenden und einer absteigenden Symptomatik. Treten Schmerzen im Kiefergelenk auf, kann die Ursache ein Beckenschiefstand sein. Hier spricht man von einer aufsteigenden Symptomatik. Die Beschwerden sind oberhalb des Ursprungs. Liegen die Ursachen  oberhalb der Beschwerden, handelt es sich um eine absteigende Symptomatik.