Mundkrebs – Entstehung und Therapie

Jedes Jahr erkranken etwa 10.000 Menschen an Mundkrebs. Es gibt statistische Erhebungen dazu, wann und wie häufig ein Mundhöhlenkarzinom vorkommt. In der Regel taucht der Mundkrebs bei Patienten erst auf, wenn sie sich in der zweiten Lebenshälfte befinden. Im fünften Lebensjahrzehnt tritt diese schwere Erkrankung hin und wieder auf, am häufigsten jedoch zwischen dem 60 und 70. Geburtstag. Dabei fällt auf, dass Männer von Mundhöhlenkarzinomen häufiger betroffen sind als Frauen. Nahezu doppelt so viele Männer wie Frauen erkranken an Mundkrebs. Die Zahlen wurden vom Zentrum für Krebsregisterdaten über einen längeren Zeitraum ermittelt. Darüberhinaus ist auch die Lebenserwartung der erkrankten Männer deutlich geringer als die der weiblichen Patienten. Fünf Jahre nach der Diagnose sind etwas mehr als vierzig Prozent der männlichen Patienten genesen, bei den Frauen sind es zehn Prozent mehr. Auch regional gibt es Unterschiede. In den USA und in Frankreich erkranken zum Beisepiel wesentlich mehr Menschen an einem Mundhöhlenkarzinom.

Wie entsteht ein Mundhöhlenkarzinom und wie bemerkt man es?

Es ist nicht abshließend geklärt, wie und warum ein Mundhöhlenkarzinom entsteht. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Lebensgewohnheiten zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen. Der regelmäßige Konsum von Alkohol gilt als eine der Ursachen für Mundkrebs, noch deutlicher sind die Hinweise bei Rauchern. Dies ist nicht nur eine Vermutung. Es gibt Belege dafür, dass starkes Rauchen eine Erkrankung an Mundkrebs begünstigt. Bemerkt man eine Veränderung im Mundraum, sollte man umgehend einen Zahnarzt aufsuchen. Vor allem dann, wenn auch andere Symptome wie Müdigkeit oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust auftreten. Zu den Veränderungen gehören zum Beispiel kleine Wunden, die nicht wieder verschwinden oder sogar schmerzhafter werden. Auch Schwellungen, die plötzlich ohne erkennbaren Grund auftreten, können ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein. Grundsätzlich gilt: alles, was sich anders im gesamten Mundraum anfühlt und schmerzt, kann ein Anzeichen sein.

Mundhöhlenkrebs kann man therapieren

Wenn ein Patient mit den genannten Beschwerden zum Zahnarzt kommt, wird dieser eine Gewebeprobe entnehmen, wenn der Verdacht auf ein Mundhöhlenkarzinom besteht. Die Zahnmedizin spricht von zwei Arten des Mundhöhlenkarzinoms. Es gibt die chronische und die warzenartige Form. Das chronische Karzinom wächst nach innen, das warzenartige wächst dagegen nach außen. Der Verlauf der Krankheit kann sehr unterschiedlich sein. Er richtet sich nach der Größe des Karzinoms und hängt vom Ausmaß der Aggressivität des Krebses ab. Eine Operation als Therapie ist vor allem dann geeignet, wenn der Krebs relativ klein und lokal begrenzt ist. Auch eine Bestrahlung kommt dann als Therapie in Frage. Befindet sich der Krebs in einem fortgeschrittenem Stadium, kommt meistens eine Bestrahlung oder Chemotherapie hinzu. Die genaue Therapie richtet sich jedoch auch nach den körperlichen Voraussetzungen des Patienten.