Zahnabrasion – Ursachen und Folgen

Unter Zahnabrasion versteht der Zahnmediziner die Schädigung von Zahnschmelz und Zahnbein. Für das Endergebnis, einen beschädigten Zahn, können mehrere Prozesse verantwortlich sein. Liegt eine Karieserkrankung vor, liegt das an den Säure bildenden Bakterien, die den Zahnschmelz angreifen. Auch Säuren in Lebensmitteln greifen die Zahnsubstanz an, man spricht dann von Erosion. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Zahnabrasion um eine Schädigung, die durch mechanische Abläufe entsteht. Dazu gehört die Fehlstellung von Zähnen ebenso wie das Zähneknirschen (Bruxismus). Beides hat zur Folge, dass die Zahnoberflächen unnatürlich stark abgenutzt werden. Dadurch entstehen diverse Defekte an den Zähnen, die therapiert werden müssen.

Zahnfehlstellung und Bruxismus

Wenn man nachts mit den Zähnen knirscht, hat das auf die Dauer fatale Auswirkungen. Die Reibung und der Druck, die durch den Einsatz starker Muskelkraft auf die Zähne einwirken, ziehen eine Vielzahl von Beschädigungen der Zähne nach sich. Im Zahnschmelz können zum Beispiel Risse entstehen. Von den Frontzähnen können sich winzige Splitter ablösen. Im schlimmsten Fall kann es zu sichtbaren Defekten auf den Zahnoberflächen kommen. Unser menschliches Gebiss ist ein Kausystem, das aus 32 Zähnen besteht. Außerdem gehören die Kaumuskeln und die Kiefergelenke dazu. Nur wenn alles an seinem vorgesehenen Platz ist, ergibt sich eine unbeeinträchtigte Kaufunktion. Die Zähne sollten so beschaffen sein, dass sie beim Kauen perfekt und harmonisch ineinandergreifen. Zahnfehlstellunge wie Zahnlücken oder auch Zahnfüllungen und Zahnersatz, der sich nicht optimal einschmiegen, führen auf Dauer zu Zahnfehlstellungen.

Welche Konsequenzen hat Zahnabrasion?

Wenn durch Zahnfehlstellung oder Zähneknirschen die Zahnoberflächen abgerieben wurden, bleibt das nicht ohne Folgen. Besonders im Bereich der Frontzähne werden die entstandenen Schäden sichtbar. Die Zahnhartsubstanz wird auf die Dauer so stark angegriffen, dass die Zähne kürzer werden. Das kann so ausgeprägt auftreten, dass die Frontzähne kaum noch zu sehen sind. Doch auch die Eckzähne werden in Mitleidenschaft gezogen. Es bildet sich auf die Dauer ein verändertes Kaumuster. Aus einem vertikalen wird ein horizontales Kaumuster. Wenn die Bisshöhe der Eckzähne durch das geänderte Kaumuster verloren geht, entsteht ein enormer Druck auf die Kiefergelenke. Die Folgen können Beschwerden wie Knackgeräusche im Kiefer oder auch Kieferschmerzen sein. Die Schmerzen entwickeln sich über den Gebissbereich hinaus teilweise sogar zu Geräuschen im Ohr bis hin zu Tinnitus oder sogar Schwindel.