Ein Abrasionsgebiss ist gesundheitlich riskant

Im Lateinischen bedeutet der Begriff Abrasion soviel wie Abkratzen im Sinne von Entfernen. Im Zusammenhang mit dem menschlichen Gebiss spricht der Zahnmediziner von Abrasio dentium. Das bedeutet Verlust von Zahnsubstanz durch Reibung. Liegt dieser Befund an einem Zahn vor, ist das zwar auch unbedingt ein Fall für den Zahnarzt. Es gibt jedoch auch schwerste Fälle, bei denen alle Zähne von Abrasion betroffen sind. Dann handelt es sich um ein Abrasionsgebiss. Zunächst sind es die Zahnoberflächen, die vom Verlust der Zahnsubstanz betroffen sind. Wenn ein Patient sich dann nicht umgehend einer Therapie unterzieht, wird es gefährlich. Dann entwickelt sich der Abrasionsprozess immer weitr und führt dazu, dass auch das Innere der Zähne von der Erkrankung betroffen sind. Sogar der gesamte Zahnhalteapparat kann in so einem Fall gefährdet sein.

Schäden als Konsequenz des Abrasionsgebisses

Ein Abrasionsgebiss kann so große Schäden entwickeln, dass ein Risiko für die Gesundheit entstehen kann. Kommt es tatsächlich zu Substanzverlusten im Inneren der Zähne, wird es bedrohlich. Wenn dann auch noch der gesamte Zahnhalteapparat beschädigt wird, ist dringend der Besuch beim Zahnarzt angesagt. Immerhin kann ein solch ausgeprägter Befund dazu führen, dass das Zahnfleisch in der Folge ebenfalls erkrankt. Die Konsequenzen sind bekannt. Die Zähne verlieren nach und nach ihren festen Sitz und können schlussendlich ausfallen. Stellt man also optisch einen Verlust der Zahnsubstanz fest, ist dringend der Zahnarzt gefragt. In diesem Fall ist meistens nicht nur die Ästhetik betroffen, sondern die Abrasion stellt bereits eine Gefahr für den Erhalt der Zähne dar.

So therapiert der Zahnarzt ein Abrasionsgebiss

Sind tatsächlich alle Zähne von ein paar Millimetern Abrasion betroffen, wird eine umfangreiche Behandlung notwendig. Mehrere Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass nicht nur die Zahnästhetik wieder hergestellt wird. Auch der Kaufunktion soll zu ihrer ursprünglichen Kraft verholfen werden. Eine umfängliche Funktionsanalyse verschafft dem Zahnarzt ein genaues Bild über das Ausmaß der Schäden. Zu Beginn der Therapie wird dem Patienten eine Schiene eingesetzt, die nicht nur die gesamte Muskulatur entspannt. Sie dient auch dazu, die Kiefergelenke wieder in Position zu bringen. Erst wenn diese sich wieder stabilisiert hat, kann es mit der Behandlung weitergehen. Für diese Schritte gibt es zahnmedizinische Spezialisten, die mit ihrer Erfahrung dafür sorgen können, dass aus dem Abrasionsgebiss langfristig wieder ein optisch ansprechendes und zudem funktionstüchtiges Gebiss wird.